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Vom Telefon bis zur Auslandsreise

von Matthias Menzel

(Sandra Muschik)

Fremdsprachenassistenten brauchen einen klaren Kopf und mehr als eine Sprache

Vom Telefonat mit dem Kunden bis zum Besuch im Ausland: Fremdsprachenassistenten sorgen dafür, dass die Kommunikation mit dem ausländischen Geschäftspartner gelingt. Sie organisieren auf verschiedenen Kanälen die mündlichen und schriftlichen Absprachen zwischen Firmen und Kunden. Damit die Kommunikation wie am Schnürchen klappt, braucht es ein gutes Maß an Sprachkenntnissen und zusätzlich Organisationstalent.

Sandra Muschik ist als Exportdisponentin dafür zuständig, dass die LKW-Ladungen pünktlich ihr Ziel in Frankreich erreichen. Das beginnt beim Telefonat am Morgen mit einem französischen Kunden und betrifft sowohl die Disposition der Aufträge als auch die Kundenbetreuung. Neben Flexibilität und schnellem und zuverlässigem Reagieren sind hier vor allem ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten gefragt. Ihre fundierten Sprachkenntnisse im wirtschaftlichen Bereich hat Sandra während ihrer dreijährigen schulischen Ausbildung zur staatlich geprüften kaufmännischen Assistentin mit der Fachrichtung Fremdsprachen am Friedrich-List-Berufskolleg in Herford erworben: „Das intensive Fremdsprachen-Lernen in wirtschaftlichen Zusammenhängen am Friedrich-List-Berufskolleg war der Grundstein dafür, dass ich heute im Beruf mit französischen Kunden erfolgreich kommunizieren kann und den Anforderungen eines exportorientierten Arbeitsplatzes gerecht werde“, betont die 28-Jährige, die heute bei Westfalia Intralog, einer zur SULO-Gruppe gehörenden Unternehmung, arbeitet.

Im Mittelpunkt der schulischen Ausbildung am Friedrich-List-Berufskolleg stehen die Schwerpunkte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie wirtschaftsbezogene Fremdsprachen. Die Schülerinnen und Schüler lernen kaufmännische Geschäftsprozesse und deren Veränderungen im internationalen Kontext zu analysieren, zu planen und zu steuern sowie auf ihre Wirtschaftlichkeit und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen hin zu überprüfen und kritisch zu beurteilen. In den Fremdsprachen werden alle Tätigkeiten der Vertragsanbahnung und –abwicklung sowie die Bearbeitung von Vertragsstörungen thematisiert.

Hinzu kommt ein achtwöchiges Praktikum, das vorzugsweise im Ausland, aber auch bei international tätigen Firmen vor Ort absolviert werden kann. Sandra entschied sich für eine Kombination aus beiden Möglichkeiten und sammelte ihre praktischen Erfahrungen in Herford und in Frankreich. Hinzu kamen zusätzliche externe Sprachprüfungen, die die Schule während ihrer Ausbildung für sie organisierte und eine Fortbildung in Paris und Düsseldorf bei der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer, die ebenfalls über das schulische Netzwerk in ihr Blickfeld geriet.

Voraussetzungen für die Ausbildung:

  • Fachoberschulreife für den dreijährigen Bildungsgang
  • Abitur für den zweijährigen Bildungsgang
  • Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und Themen
  • Freude an Fremdsprachen (Englisch sowie Französisch oder Spanisch)

Die Ausbildung ist kostenlos und förderungswürdig im Sinne des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAFÖG).

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier ...

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