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Jugend debattiert

von Matthias Menzel

Zwei Schüler des Friedrich-List-Berufskollegs qualifizieren sich für den Wettbewerb

In der Finaldebatte diskutierten die Schüler über ökologisches Verhalten

Ob ein Schulfach namens „Ökologisches Verhalten“ eingeführt, ein SUV-Verbot in Innenstädten gelten oder die Bundesjugendspiele fortan freiwillig sein sollen – das sind die aktuellen Fragen, worüber Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs des Friedrich-List-Berufskollegs im Kreishaus diskutiert haben. In drei Runden setzen sich Silas Elbers (18) und Ben Grönberg (17) durch und qualifizierten sich für die nächste Runde im bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“ in Detmold.

In jeder der drei Runden haben sich vier Schülerinnen und Schüler in Zweierteams den Fragen gestellt, aufgeteilt in ein Pro- und ein Contra-Team. In der Finaldebatte ging es schließlich um die Frage, ob ein neues Schulfach zum Thema „Ökologisches Verhalten“ eingeführt werden soll. „Um dieses Thema dreht sich aktuell sehr viel“, erzählt Ben Grönberg. Etwas mehr als eine Woche konnten sich die Schülerinnen und Schüler auf die zu diskutierenden Themen vorbereiten. „Ich habe im Internet recherchiert und im Gespräch mit Anderen Informationen und Argumente gesammelt“, verrät Silas Elbers.

Die Schüler wussten im Vorfeld, für welche Seite sie argumentieren sollen – außer im Finale, was die Spannung nochmal ansteigen ließ. „Ich habe Spaß an solchen Debatten. Mich interessiert dabei insbesondere die politische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen“, erklärt Ben Grönberg. Mit Silas als Befürworter eines Schulfachs zum  „Ökologischen Verhalten“ und Ben als Kritiker kamen die beiden Sieger in der Finaldebatte aus verschiedenen Lagern.

Die Pro-Seite argumentierte mit der Chance für die Schulen, mit einem solchen Schulfach das Bewusstsein für den Klimaschutz zu stärken. Die Fridays-for-Future-Bewegung zeige zudem, dass ökologisches Verhalten für die junge Generation wichtig sei. Die Contra-Seite hielt mit zusätzlichen Kosten und hohem Aufwand bei der Erstellung eines Lehrplans und der Ausbildung von Lehrpersonal dagegen. Außerdem könne die Thematik in bestehenden Fächern wie Biologie oder Erdkunde integriert werden.

Drei Lehrernnen und Lehrer und ein Schüler bildeten die Jury, die es zu überzeugen galt. Die beiden Gewinner werden an der nächsten Wettbewerbsrunde am 20. Februar in Detmold teilnehmen. Im Bundesfinale könne man „dem Bundespräsidenten sogar die Hand schütteln“, so Silas Elbers. Wenn das nicht ein großer Anreiz ist.

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