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Internationale Informatik-Olympiade endet mit 3 deutschen Bronzemedaillen

von Ralf Gorny

Zwei Schüler aus Ostwestfalen in der globalen Informatik-Elite

Deutsches Team
Das deutsche Team bei der IOI 2019, vlnr: Vincent de Bakker aus Willich, Abiturient des Priv. St.-Bernhard-Gymnasium Willich Erik Sünderhauf aus Werdau, Abiturient des Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen Lennart Ferlemann aus Bad Oeynhausen, Abiturient des Friedrich-List-Berufskolleg Herford Luis Bahners aus Löhne, Schüler am Friedrich-List-Berufskolleg Herford

In Baku in Azerbaidjan fand vom 04. bis 11. August 2019 die internationale Informatik-Olympiade statt. Dabei waren auch zwei Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Informatik am Friedrich-List-Berufskolleg (FLB) in Herford: Lennart Ferlemann aus Bad Oeynhausen und Luis Bahners aus Löhne. Beide hatten zuvor auch bereits an der zentraleuropäischen Informatik-Olympiade in Bratislava, Slowakei, teilgenommen. 

Die IOI ist die jährliche Schülerweltmeisterschaft in Informatik und wurde in diesem Jahr in Baku ausgetragen, der Hauptstadt Aserbaidschans.  In zwei Prüfungen mussten die Schülerinnen und Schüler jeweils in fünf Stunden drei zum Teil extrem anspruchsvolle Probleme lösen, die Höchstbegabung, theoretische Vorkenntnisse auf Hochschulniveau und fehlerfreies Implementieren verlangen.  Unter anderem sollten mögliche Bauplätze für das Schloss eines orientalischen Herrschers ermittelt, ein neuartiges Muster für Teppiche kreiert und Programme für einen Bildverarbeitungsroboter generiert werden. 

Die deutschen Teilnehmer konnten jeweils bei allen sechs Aufgaben Punkte holen, Vincent de Bakker fand für eine Aufgabe sogar die optimale Lösung.  Er erreichte Platz 104 des mit 327 Jugendlichen aus 88 Nationen besetzten Teilnehmerfeldes, Lennart Ferlemann und Erik Sünderhauf rangierten letztlich auf den Plätzen 131 und 135. Für alle drei gab es eine Bronzemedaille. Weiteres Mitglied des deutschen Teams war Luis Bahners aus Löhne. 

"Ich freue mich sehr über den internationalen Erfolg meiner Schüler", ist Christof Hanke, der Informatik-Lehrer der beiden ostwestfälischen Schüler begeistert über das Abschneiden seiner Schützlinge. "Deutschland schickt ja insgesamt nur seine 4 besten Informatik-Schüler, da ist ja bereits die Teilnahme ein Erfolg." 

Wenig bekannt ist, dass man sein Abitur auch an Berufskollegs erreichen kann. Das Berufliche Gymnasium für Informatik am Friedrich-List-Berufskolleg führt mit seiner gymnasialen Oberstufe mit den beiden Leistungskursen Informatik und Mathematik in drei Jahren zu einem vollwertigen Abitur. "Am FLB wird seit vielen Jahren der Schwerpunkt Informatik besonders gefördert, da sind Erfolge wie die Teilnahme an der internationalen Informatik-Olympiade eine schöne Bestätigung unserer Arbeit", freut sich auch der Schulleiter des Berufskollegs, Ulf Kleine-Piening, über den Erfolg seiner Schule. 

Gesamtsieger der IOI 2019 wurde Benjamin Qi aus den USA, der 547 von 600 Punkten erzielte; nur er konnte vier Aufgaben perfekt lösen. Insgesamt schnitt das Team aus Russland am besten ab, das als einziges Team vier Goldmedaillen mit nach Hause nehmen konnte und u.a. mit Ildar Gainullin den Zweitplatzierten stellte. 

Weitere Hintergrundinformationen können Sie auch auf folgenden Webseiten finden: 

ioi-training.de  der Blog des deutschen IOI-Teams 
https://ioi2019.az Webseite der IOI 
bwinf.de Webseite "Bundesweit Informatik Nachwuchs fördern" 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Internationale-Informatikolympiade-Medaillen-fuer-den-Informatik-Nachwuchs-4493512.html

Beitrag in der Neuen Westfälischen Zeitung

IOI_NW_20-08-2019 (1).pdf (227,6 KiB)

Beitrag im Westfalen-Blatt

IOI_WB_17-08-2019.pdf (304,5 KiB)

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